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Symposion Formaldehyd


Mittwoch, 29. April 2015
12 - 17 Uhr
Hotel de France, Salon Franz Joseph
Schottenring 3, 1010 Wien

Formaldehyd ist seit Jahrzehnten einer der zentralen Schadstoffe in Innenräumen. Eine wesentliche Quelle sind die in der Produktion von Holzwerkstoffen eingesetzten Formaldehyd freisetzenden Leime.

Formaldehyd ist nach aktueller EU-Bewertung für den Menschen krebserzeugend (Kategorie 1B) und erbgutschädigend (Kategorie 2). Diese Einstufung wird legistisch am 1.1.2016 EU-weit in Kraft treten.

Seit 1990 regelt die Formaldehyd-Verordnung in Österreich mit „E1“ die Obergrenze von Formaldehyd-Emissionen aus Holzwerkstoffplatten. Trotz des technischen Fortschritts in den letzten 25 Jahren blieb dieser gesetzlich festgelegte Emissions-Mindeststandard unverändert.

Aufgrund der oben angeführten EU-Neueinstufung von Formaldehyd als krebserregend, erscheint es nun erforderlich, diesen Emissions-Grenzwert neu festzusetzen.

Ziel der Veranstaltung war es, den aktuellen Stand der Diskussion aus medizinischer und gesetzlicher Sicht darzustellen. Weiters sollten die Möglichkeiten (und deren Chancen und aktuellen Hemmnisse) diskutiert werden, Platten mit deutlich reduzierten Formaldehyd Emissionen (E0,5 und darunter) breit am österreichischen Markt verfügbar zu haben. Bisherige Bemühungen und Erfolge wurden vorgestellt.

Die Veranstaltung schloss mit einer Podiumsdiskussion mit dem Thema, wie es möglich sein wird, zukünftig Holzwerkstoffplatten mit deutlich reduzierten Formaldehyd-Emissionen breit am österreichischen Markt verfügbar zu haben. Bisherige Bemühungen und Erfolge wurden vorgestellt.

Die Veranstaltung wurde unterstützt vom Umweltverband Vorarlberg, den Steiermärkischen Landeskrankenhäusern KAGes und dem Bau.Energie.Umwelt.Cluster NÖ.

Der Einsatz schadstoffarmer Produkte und die Messung von Formaldehyd sind auch Kriterien von Gebäudedeklarationen nach klimaaktiv, TQB oder ÖGNI. Daher wird die Teilnahme an der Veranstaltung auch für eine Verlängerung der klimaaktiv Kompetenzpartnerschaft berücksichtigt. 

Weitere Informationen können Sie dem >> Symposionsprogramm entnehmen.

>> Die Vortragenden des Symposions

>> zur Diashow

Programm:

Ab 12:00 Uhr: Empfang / Buffet

13:00-13:10 Uhr: Begrüßung durch Dr. Thomas Belazzi
Geschäftsführer bauXund forschung und beratung gmbh

13:10-13:40 Uhr: Assoz.-Prof. DI Dr. Hans-Peter Hutter
Institut für Umwelthygiene, Medizinische Universität Wien
„Formaldehyd revisited: die umwelthygienische Perspektive“

13:40-14:00 Uhr: Dr. Thomas Jakl
Leiter der Abteilung Chemiepolitik, Bundesministerium für ein lebenswertes Österreich
„Formaldehyd aus chemikalien- und biozidrechtlicher Sicht - Status-quo & Ausblick“

14:00-14:20 Uhr: Mag.a Reinhild Pürgy
Zentrales Arbeitsinspektorat, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
„Formaldehyd aus Sicht des ArbeitnehmerInnenschutzes“

14:20-14:50 Uhr: Pause

14:50-15:20 Uhr: DI Peter Tappler
IBO Innenraumanalytik OG
„Exposition gegenüber Formaldehyd in Innenräumen einst und jetzt. Quellen, Relevanz und historische Entwicklung“
Zusatzinformation: Aktueller Messbericht von Prüfkammermessungen ausgewählter Holzwerkstoffplatten, der das heute bereits mögliche große Reduktionspotenzial gegenüber Platten in E1-Qualität belegt.

15:20-15:50 Uhr: Dr. Robert Friedbacher
MA34 - Bau- und Gebäudemanagement, Stadt Wien
„Holzauge sei wachsam! - Beschaffung von Holzwerkstoffen nach den Kriterien von ÖkoKauf Wien“

15:50-16:50 Uhr: Podiumsdiskussion über Strategien für eine gesteigerte Nachfrage nach emissionsreduzierten Holzwerkstoffplatten

16:50-17:00 Uhr: Zusammenfassung 

 

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